Start » Artikel » Franz von Arx Freitag, 30. Juli
     
 

 
Portrait - Franz von Arx    
Markus Uebelhart
 
Der Strahler Franz von Arx aus Gurtnellen (UR) ist momentan der populärste Mineralien- sucher - und das nicht nur in der Schweiz.
 
Franz von Arx hat in den Jahren 2005 und 2006 zusammen mit seinem Berner Kollegen und Freund Paul von Känel die Riesenkristalle gefunden. Im Jahre 2008 gelang Ihm mit seinem neuen Partner Elio Müller erneut ein aussergewöhnlicher Fund mit noch grösseren Kristallen.
 
Ein Interview des mineralien.ch-Teams
 
Wie bist du das erste Mal in deinem Leben mit Mineralien in Kontakt gekommen?
Noch als Schüler bin ich oft „z’Berg“ gegangen. Irgendwann habe ich im Maderanertal einen kleinen Bergkristall gefunden. Das hat mich nicht mehr losgelassen. Ich habe begonnen mich dafür zu interessieren und habe mir Bücher über Berg- kristalle beschafft. All das hat mich nun ein Leben lang begleitet.
 
Bist du im Bezug auf Strahlerei familiär vorbelastet oder warst du der Erste in deiner Familie, der anfing, zu strahlen?
Nein, in meiner Familie war vorher niemand mit dem Mineralien-Suchen beschäftigt.
 
Skizzen
 
Wann hast du die erste grosse Kluft am Planggenstock entdeckt?
Die erste grosse Kluft haben wir, das heisst Paul von Känel und ich, gemeinsam im Jahr 1994 entdeckt. Diese Kluft hat eine Dimension von 10 m Breite, 15 m Tiefe und 0.6 m Höhe. Im Herbst 2005 wurden die ersten Riesenkristalle in der zweiten Kluft gefunden.
Diese Kluft hat enorme Ausmasse von 7 m Breite 1.5 m Höhe und eine Tiefe von 50 m. Diese Kristalle sind die grössten, die je in den Alpen gefunden wurden. Darunter sind Kristalle, die bis zu 1.2 m lang und von hervorragender Qualität sind. Die grösste Stufe wiegt 400 kg.
 
Atelier
 
Was glaubst du, warum diese wunderschönen Kristalle gerade jetzt zum Vorschein gekommen sind?
Wenn wir betrachten, was momentan alles in dieser Welt läuft, dann ist es wirklich an der Zeit, dass wir wieder einmal staunen können und über die wahren Werte in unserem Leben nachsinnen. Die Wert- schätzung soll nicht immer nur in Form von Geld geschehen. Diese Kristalle sind einzigartige Gebilde, die unsere Wertvorstellungen echt prüfen. Ich empfinde, dass diese grossen Kristalle eine Botschaft an uns Menschen sind, die wir nur noch richtig verstehen müssen.
 
Was geschieht nun mit diesen ausserordentlichen Kristallen?
Die Kristalle, die momentan in der Kirche in Flüelen ausgestellt sind werden in ein Museum in der Schweiz gehen und so der Öffentlichkeit erhalten bleiben. Es war immer das Ziel von Paul und mir, zu verhindern, dass diese ausserordentlichen Funde nicht in einem privaten Keller verschwinden.
 
Rosafluorit
© riesenkristalle.ch
 
Du hast einen neuen Strahler-Partner, dein Göttibub Elio Müller.
Wie harmoniert das neue Team?
Nachdem Paul von Känel 2008 in den Ruhestand trat, fand ich mit Elio Müller einen neuen Partner. Er hat eine gute und solide Einstellung zu unserer Arbeit. Es besteht eine sehr schöne Zusammen- arbeit, er ist ein junger Typ und er hat sehr viel Freude an den Bergen und an Kristallen - wir passen sehr gut zusammen. Meine Erfahrungen zeigten mir, dass man Kristalle nicht suchen kann, man kann sie nur finden. Meine Fundstelle lässt mich fühlen, dass ich weiterarbeiten soll. So könnte es sein, dass hier noch weitere Kristalle auf eine Bergung warten.
 
Rutil
 
Franz, wir hoffen mit dir, dass deine Vorstellungen in Erfüllung gehen und deine Visionen wahr werden. Vielen Dank für das Interview!
 

INFOBOX
Franz von Arx wohnt inmitten der Bergwelt in Gurtnellen (Uri). Mehr Infos zu ihm und seiner Arbeit finden sie unter:
www.vonarx-bergkristalle.ch externer Link

Seine Funde sind bis 31. Oktober 2009 in der alten Kirche in Flüelen ausgestellt. Mehr Infos unter: www.riesenkristalle.ch externer Link

 
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